Platzt 2023 die Immobilienblase?

Platzt 2023 die Immobilienblase?

7. September 2023
Luftbild München | Immobilienpreisblase 2023

Einige Immobilienexperten in Deutschland sehen Anzeichen einer Immobilienblase. Ob es wirklich eine Blase ist, da sind sich die Experten uneinig. Was spricht dafür, was spricht dagegen? Und was würde das Platzen einer Blase für Eigentümer und Kaufinteressenten bedeuten?

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Steigt die Nachfrage nach Immobilien, steigen für gewöhnlich auch die Immobilienpreise. Irgendwann entkoppeln sich die Preise, die Interessenten bereit sind zu zahlen vom tatsächlichen Sachwert der Immobilie. An einem gewissen Punkt, beispielsweise weil die Zinsen für Immobilienkredite gestiegen sind, sind Interessenten nicht mehr bereit oder in der Lage, diese Preise für eine Immobilie zu zahlen. Bricht dann die Nachfrage nach Immobilien plötzlich und schnell ein, spricht man vom Platzen einer Immobilienblase.

Was spricht für eine Immobilienblase?

In den vergangenen sind aufgrund der extrem niedrigen Zinsen die Preise für Immobilien stark gestiegen. Durch die inzwischen gestiegenen Zinsen ging die Nachfrage nach Immobilien mancherorts zurück, was wiederum zu Preisrückgängen führte. Zudem waren Immobilien 2022 in Deutschland – laut Einschätzung der Bundesbank – zwischen 25 und 40 Prozent überbewertet. Dementsprechend warnte sie vor dem Platzen einer Blase und bereite Maßnahmen für das Eintreten dieses Falles vor.

Auch manche politischen Maßnahmen werden von Experten als Indikatoren für eine Immobilienblase gewertet. So hat beispielsweise die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) strengere Regeln für Banken beschlossen. Diese müssen seit dem 1. April 2022 als Vorsorge für mögliche Rückschläge in den kommenden 12 Monaten einen zusätzlichen Kapitalpuffer ansparen.

Was spricht gegen eine Immobilienblase?

Die aktuelle Situation am deutschen Immobilienmarkt spricht gegen eine Blase. Trotz gesunkener Nachfrage übersteigt diese immer noch das Angebot. Das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern, denn bundesweit fehlen nach wie vor 700.000 Wohnungen und der Neubau stockt weiterhin. Das teilweise Sinken der Kaufpreise führt auch dazu, dass sich Kaufpreise und Mieten wieder annähern. Und auch die strengen Vergaberichtlinien für Kredite in Deutschland wirken der Bildung einer Blase entgegen.

Was bedeutet das für Eigentümer?

Ist der Immobilienkredit noch nicht abgezahlt und eine Anschlussfinanzierung notwendig, kann es teuer werden. Wegen der gestiegenen Zinsen wird auch der Kredit teurer. Gleichzeitig könnten die Konditionen für das Darlehen ungünstiger ausfallen, weil der Immobilienwert gesunken ist. Muss die Immobilie verkauft werden, könnte der Preis niedriger sein, als zu welchem sie gekauft wurde.

Was bedeutet das für Kaufinteressenten?

Grundsätzlich ist das Sinken der Preise für Interessenten nicht nachteilig. Allerdings kommt es auf das Timing an. Denn wenn die Zinsen weiter steigen, wird die Immobilienfinanzierung teurer.

Immobilienexperten empfehlen deshalb Eigentümern wie Interessenten, sich von einem lokalen Qualitätsmakler beraten zu lassen. Er kennt sich mit dem aktuellen Marktgeschehen am besten aus.

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Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © DmitryRukhlenko/Depositphotos.com

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